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Die neuen Grenzen des Schutzes geistigen Eigentums: So reagieren Unternehmen auf zunehmende digitale Risiken

Da die Sichtbarkeit von Marken und der Betrieb zunehmend ins Internet verlagert werden, ist der Schutz geistigen Eigentums zu einem entscheidenden Bestandteil der Unternehmenssicherheit geworden. Laut dem „IP Frontiers Report 2025“ waren die Hindernisse für Verstöße gegen das geistige Eigentum noch nie so gering wie heute – Betrüger können leicht gefälschte Websites einrichten, Social-Media-Konten imitieren oder gefälschte Waren vertreiben, was das Vertrauen untergräbt und den Umsatz schädigt.

Ian McConnel, Chief Legal Officer bei CSC, erklärt, dass der Schutz geistigen Eigentums nicht mehr nur ein eigenständiges rechtliches Thema ist, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Cybersicherheit. „Domain-Management ist ein zentraler Bestandteil von Cybersicherheitsstrategien“, betont er, „nicht nur, wenn es um den Schutz der wertvollsten Domainnamen geht.“

Zentrale Erkenntnisse von führenden Juristen weltweit

Im Rahmen der CSC-Studie 2025 wurde eine Umfrage unter 300 hochrangigen Juristen weltweit durchgeführt, um zu verstehen, wie sich Unternehmen an die sich wandelnde Bedrohungslage im Bereich des geistigen Eigentums anpassen. Die Ergebnisse zeigen sowohl Fortschritte als auch wachsende Besorgnis:

  • 91 % der Befragten sind besorgt über Online-Verletzungen des geistigen Eigentums.
  • 55 % erwarten, dass diese Vorfälle in den nächsten drei Jahren deutlich zunehmen werden.
  • Die häufigsten Probleme sind Fälschungen, Markenmissbrauch und Identitätsdiebstahl.
  • 88 % glauben, dass künstliche Intelligenz (KI) den Anstieg der Verstöße fördert.
  • Über die Hälfte (56 %) lagert die Überwachung des geistigen Eigentums bereits aus und plant, diese Praxis auszuweiten.

Obwohl sich diese Art der Zusammenarbeit verbessert hat – 64 % bewerteten ihre Partnerschaft mit IT- und Sicherheitsteams als stark –, kämpfen viele Rechtsabteilungen weiterhin mit Ressourcenengpässen für die kontinuierliche Überwachung und Durchsetzung des geistigen Eigentums.

Wachsende Herausforderungen durch KI

KI transformiert nicht nur die Produktivität, sondern auch das Ausmaß und die Raffinesse von Verstößen gegen das geistige Eigentum. Betrüger können heute innerhalb weniger Stunden überzeugende gefälschte Logos, Websites und sogar Sprach- oder Videoimitationen von Führungskräften erstellen.

„Technisch weniger versierte Kriminelle haben immer mehr Möglichkeiten“, warnt McConnel. „Ihnen sind nur durch ihre Vorstellungskraft Grenzen gesetzt.“

Zunehmende Bedeutung des Domain-Schutzes

Domains sind nach wie vor einer der häufigsten Angriffspunkte für IP-Diebstahl. Elliott Champion, Global Product Director bei CSC, erklärt: „Für Betrüger war es noch nie so einfach, einen beliebigen Domainnamen zu registrieren.“ Gefälschte Domains können innerhalb weniger Minuten eingerichtet und für gefälschte Shops, Phishing-Aktionen oder die widerrechtliche Aneignung von Markenidentitäten genutzt werden.

Governance und Outsourcing: unverzichtbare Strategien

Der Bericht hebt einen klaren Zusammenhang zwischen effektivem IP-Schutz und abteilungsübergreifender Zusammenarbeit hervor. Unternehmen mit Digital-Governance-Teams, in denen die Bereiche Recht, IT, Marketing und Sicherheit zusammenarbeiten, weisen strengere Überwachungsmaßnahmen und eine schnellere Reaktion auf Rechtsverletzungen auf.

Der Weg in die Zukunft: proaktiv statt reaktiv

Wie der Bericht abschließend feststellt, kann der Schutz geistigen Eigentums nicht mehr reaktiv erfolgen. Durch den Einsatz von KI und Automatisierung durch Betrüger entstehen Bedrohungen schneller als je zuvor. Ein proaktiver, mehrschichtiger Ansatz – insbesondere in Zusammenarbeit mit einem vertrauenswürdigen Anbieter – spart Zeit und Kosten und minimiert gleichzeitig den Schaden.

„Proaktives Handeln zeigt, dass Sie den Wert Ihres geistigen Eigentums erkennen und schützen“, bemerkt Mary Jo Murphy, Product Manager bei CSC. „Auf lange Sicht zahlt sich das aus – nicht nur durch Erkennung und Überwachung, sondern auch durch die Sicherstellung, dass die richtigen rechtlichen Durchsetzungsmechanismen vorhanden sind.“

Fazit

Die Botschaft des „IP Frontiers Report 2025“ ist klar: Der Schutz geistigen Eigentums steht heute im Mittelpunkt der Cybersicherheit von Unternehmen. Rechts-, IT- und Marketingteams müssen enger zusammenarbeiten, Automatisierung verantwortungsbewusst nutzen und Abwehrmaßnahmen entwickeln, die die nächste Welle digitaler Bedrohungen nicht nur bekämpfen, sondern antizipieren.

Um detaillierte Umfrageergebnisse, Expertenkommentare und Best Practice für die Entwicklung einer proaktiven Strategie zum Schutz geistigen Eigentums zu erhalten.