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Versteckte Risiken beim Einsatz mehrerer SSL-Anbieter

Fast 60 % aller Unternehmen nutzen SSL-Zertifikate von drei oder mehr Anbietern. Das führt zu zusätzlicher Komplexität, höheren Kosten und einem größeren Risiko für Ausfallzeiten.

In unserem aktuellen Bericht „The SSL Landscape“ (Die SSL-Landschaft) haben wir über 802.000 Zertifikate auf mehr als 2,4 Millionen Domains analysiert. Das Ergebnis ist eindeutig: Wer Zertifikate auf verschiedene Anbieter verteilt, erhöht unnötig die Komplexität, verursacht höhere Kosten und steigert das Risiko von Ausfällen. Da Zertifikatslaufzeiten immer kürzer werden und die Wiederverwendung der Domain Control Validation (DCV) zunehmend eingeschränkt wird, wird die Zusammenarbeit mit mehreren Anbietern künftig noch schwieriger. Dies gilt insbesondere dann, wenn Transparenz gewahrt, Richtlinien eingehalten und Ausfallzeiten vermieden werden sollen.

Welche versteckten Risiken gibt es also? Und warum ist Konsolidierung heute wichtiger denn je?

Die wachsende Komplexität im SSL-Management

Digitale Zertifikate auf dem aktuellen Stand zu halten, ist ohnehin ein zeitaufwendiger Prozess. Jedes Zertifikat muss rechtzeitig ausgestellt, validiert, erneuert und bei Bedarf widerrufen werden, um Websites und Anwendungen zu schützen. Werden die Zertifikate jedoch über mehrere Anbieter verteilt, wird jeder einzelne Schritt komplizierter, denn jeder Anbieter hat sein eigenes Portal, eigene Abläufe und eigene Benachrichtigungssysteme.

Mit den anstehenden Branchenänderungen – kürzere Laufzeiten ab 2026 und eine auf 10 Tage beschränkte DCV-Wiederverwendung ab 2029 – wird aus einer bisher jährlich anfallenden Aufgabe bald eine, die mehrmals pro Jahr erledigt werden muss.

Vier Risiken beim Einsatz mehrerer SSL-Anbieter

1. Versäumte Erneuerungen führen zu teuren Ausfallzeiten

Mehrere Dashboards, unterschiedliche Erneuerungsbenachrichtigungen und uneinheitliche Prozesse erhöhen das Risiko, ein Ablaufdatum zu übersehen. Schon ein abgelaufenes Zertifikat kann eine Website oder ein geschäftskritisches System lahmlegen und zu Imageschäden sowie Vertrauensverlust führen.

Ein solcher Ausfall kostet im Durchschnitt rund 9.000 US-Dollar pro Minute. Hinzu kommen Frustration bei den Kunden und Kundinnen und der Vertrauensverlust, den unsichere Websites verursachen.

2. Uneinheitliche Standards schaffen Sicherheitslücken

Unterschiedliche Anbieter bringen häufig unterschiedliche Sicherheitsstandards mit sich. Niedrigere Validierungsstufen, wie etwa die Domain Validation (DV), entsprechen dabei nicht immer den internen Sicherheitsrichtlinien. Muss ein Zertifikat neu ausgestellt oder widerrufen werden, muss zunächst geklärt werden, welcher Anbieter tatsächlich verantwortlich ist. In dieser Zeit bleiben die Systeme potenziell ungeschützt.

3. Eingeschränkter Support, wenn er am dringendsten benötigt wird

Viele Unternehmen entscheiden sich aus Kosten- oder Geschwindigkeitsgründen für günstige Anbieter. Diese bieten jedoch häufig weder Enterprise-Support noch Service-Level-Agreements an. Unsere Untersuchung zeigt, dass Let’s Encrypt, Google® und Amazon® zusammen 66 % aller analysierten Zertifikate ausgestellt haben, darunter überwiegend DV-Zertifikate. Diese waren häufig auf Domains zu finden, die unser Enforcement-Team aufgrund von Betrug deaktiviert hat. Enterprise-Anbieter stellen hingegen persönliche Betreuung und klar definierte Eskalationswege bereit. Das ist ein entscheidender Vorteil, insbesondere, da sich die Erneuerungszyklen weiter verkürzen.

4. Versteckte Kosten und administrativer Aufwand summieren sich schnell

Mit jedem zusätzlichen Anbieter kommen ein weiteres Login, ein eigenes Benachrichtigungssystem und ein weiteres Berichtsformat hinzu. So verliert man schnell den Überblick über Abläufe, leistet doppelte Arbeit bei der Verwaltung mehrerer Systeme und verpasst Chancen zur Kostenoptimierung oder zur Konzentration auf vorrangige Sicherheitsmaßnahmen.

Die gute Nachricht: All diese Risiken sind vermeidbar.

Konsolidierung ist die Lösung

Die Umstellung auf einen einzigen SSL-Anbieter vereinfacht den gesamten Prozess, von der Erneuerung bis hin zur Fehlerbehebung. Bei Problemen gibt es eine zentrale Anlaufstelle, volle Transparenz über das gesamte Zertifikatsportfolio und es müssen weniger Komponenten verwaltet werden. Gleichzeitig werden die Grundlagen für Automatisierung geschaffen, manuelle Arbeit reduziert und Routineaufgaben vereinfacht.

Eine Konsolidierung stärkt zudem die Zukunftsfähigkeit Ihrer Sicherheitsprozesse. Mit kürzeren Zertifikatslaufzeiten (200 Tage ab 2026, 100 Tage ab 2027 und 47 Tage ab 2029) sorgt ein einziger, vertrauenswürdiger Enterprise-Partner dafür, dass Anpassungen zügig umgesetzt, Compliance-Vorgaben eingehalten und Last-Minute-Probleme vermieden werden.

Das Ergebnis: besserer Schutz, weniger Verwaltungsaufwand und höhere Ausfallsicherheit.

Erste Schritte

Ganz gleich, ob Sie direkt mit der Konsolidierung beginnen oder zunächst Ihre Optionen prüfen möchten, diese Schritte erleichtern Ihnen den Einstieg:

  • Bestandsaufnahme durchführen: Erfassen Sie jedes Zertifikat, seinen Aussteller und das Ablaufdatum.
  • Richtlinien vereinheitlichen: Legen Sie klare Vorgaben für Validierungsstufen, Erneuerungszyklen und Freigabeprozesse fest.
  • Einen einzigen Partner wählen: Entscheiden Sie sich für einen Enterprise-Anbieter, der Automatisierung, qualifizierten Support und alle erforderlichen Funktionen bietet.
  • Erneuerungen automatisieren: Setzen Sie Tools ein, die Validierung, Ausstellung und Erneuerung automatisch übernehmen, um Ausfälle zu vermeiden.

Übernehmen Sie die Kontrolle über Ihr SSL-Management

Die Verteilung von SSL-Zertifikaten auf mehrere Anbieter erhöht unnötig Risiko und Aufwand. Die Konsolidierung auf einen vertrauenswürdigen Partner vereinfacht das Management, steigert die Effizienz und erhöht die Sicherheit. Gleichzeitig ist Ihr Unternehmen so bestens auf die künftig kürzeren Zertifikatslaufzeiten vorbereitet.

Möchten Sie erfahren, wie Ihr aktueller Ansatz im Vergleich abschneidet und wie sich der Lebenszyklus Ihrer Zertifikate durch eine Konsolidierung stärken und optimieren lässt? Lesen Sie jetzt „The SSL Landscape“ (Die SSL-Landschaft).