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Rechtsverstöße durch KI und Urheberrechtsverstöße: Warum die Erkennung zu einem Wettlauf gegen die Zeit wird

Hyperreale CEO-Deepfakes, gefälschte Markenwebsites, betrügerische Überweisungsanfragen.

Wir fangen gerade erst an zu verstehen, wozu künstliche Intelligenz (KI) in der Lage ist – und welche Risiken sie in Bezug auf Urheberrechtsverstöße mit sich bringt.

Laut unserem IP Frontiers Report 2025 sind 88 % der Rechtsteams der Meinung, dass KI direkt zu einem Anstieg der Urheberrechtsverstöße beiträgt. Das bedeutet: Es ist schwieriger denn je, zu reagieren, bevor es zu spät ist.

Doch die Sicherheit Ihrer Marke hängt davon ab, wie schnell Sie Rechtsverstöße erkennen – was müssen Sie also wissen und was können Sie dagegen unternehmen?

Wie generative KI eine neue Ära der Rechtsverstöße einläutet

Durch generative KI sehen sich betrügerische Akteure mit deutlich geringeren Hürden konfrontiert. Sie können nun Logos replizieren, professionell wirkende Werbematerialien erstellen, Online-Shops imitieren und Deepfake-Videos von Führungskräften in einem besorgniserregenden Ausmaß produzieren. Unternehmen sehen Fälschungen, Markenmissbrauch und KI-Imitation inzwischen als die größten Bedrohungen für ihre Marken.

Ian McConnel, unser Chief Legal Officer, betont die beispiellose Geschwindigkeit des Wandels: „Heutzutage ist es ein Kinderspiel, ein KI-gestütztes Tool zu nutzen, um fiktive Inhalte zu erstellen […]Betrügerischen Akteuren sind nur durch ihre Vorstellungskraft Grenzen gesetzt.“

Der Automatisierungsvorteil ermöglicht es böswilligen Akteuren, Tausende von Fälschungen zu verbreiten, sie mithilfe von Bots zu unterstützen und schnell neue Varianten zu erstellen, um einer Entdeckung zu entgehen.

Deepfakes und gefälschte Domains verändern den Online-Identitätsdiebstahl

Bisher galten Deepfakes als Science-Fiction. Inzwischen sind sie längst Teil unserer alltäglichen Realität geworden.

Besorgniserregend ist, dass es sich dabei nicht nur um Kuriositäten oder raffinierte Tricks handelt – sie sind inzwischen ein gängiges operatives Angriffswerkzeug. Immer häufiger erhalten Mitarbeiter KI-generierte Deepfake-Videos von ihren Führungskräften. Diese Fälschungen können Stimmen überzeugend imitieren und gefälschte E-Mails erzeugen. Mit Deepfake-Betrug zielen Kriminelle auf eine der anfälligsten Verteidigungslinien einer Marke: ihre Mitarbeiter.

Der IP Frontiers Report offenbart eine kritische Bereitschaftslücke: Nur 16 % der Rechtsabteilungen haben einen vollständigen Überblick über das Domainportfolio ihres Unternehmens.

Die mangelnde Transparenz schafft unüberwachte Bereiche, in denen täuschend ähnliche Domains unentdeckt bleiben können. Betrüger können gefälschte Domains innerhalb von Minuten registrieren und diese dann nutzen, um geklonte Markeninhalte zu hosten oder Phishing-Kampagnen zu starten – oft noch bevor Unternehmen überhaupt bemerken, dass diese Domains existieren.

Da künstliche Intelligenz diese Betrugsmaschen beschleunigt, werden die Folgen zunehmend gravierender. Ian warnt davor, dass diese Deepfake-Imitationen bald nicht mehr von legitimer Kommunikation zu unterscheiden sein werden, was das interne Vertrauen untergräbt und Mitarbeitende immer überzeugenderen Betrugsversuchen aussetzt.

Eine langsame Erkennung erhöht das Risiko

Im Zeitalter der KI bestimmt Geschwindigkeit das Ausmaß des Risikos. Je länger eine gefälschte Domain, ein betrügerischer Eintrag oder der Deepfake einer Führungskraft online bleibt, desto größer der finanzielle Schaden und die Rufschädigung.

Doch Angreifende agieren weitaus schneller, als traditionelle Erkennungsprozesse reagieren können. KI ermöglicht es ihnen, innerhalb von Minuten zu handeln, während Rechts- und Sicherheitsteams Tage oder Wochen benötigen, um Vorfälle zu untersuchen, zu validieren und Abschaltungen einzuleiten.

Ian merkt an: „Betrügende nutzen schnelle, kostengünstige Tools“, wodurch Marken dauerhaft in einer reaktiven Rolle bleiben, anstatt Angriffe präventiv zu verhindern. 93 % der Rechtsabteilungen befürchten die Auswirkungen, die KI-erstellte Inhalte auf ihr Geschäft haben könnten – ein Spiegel der Geschwindigkeitsasymmetrie, die moderne IP-Verletzungen heute prägt.

Domains sind der erste Dominostein in KI-gestützten Angriffen

Kriminelle nutzen gefälschte Domains, um die meisten digitalen Betrugskampagnen und schwerwiegenden IP-Verletzungen zu starten. Diese ermöglichen Phishing, den Verkauf gefälschter Waren und Betrugsmaschen mit Imitationen von Führungskräften. Wie Elliott Champion, unser Global Product Director, betont: „Die Eintrittsbarrieren für diese Art von betrügerischen Aktivitäten sind heute unglaublich niedrig.“

Obwohl 76 % der Unternehmen angeben, über eine Domain-Strategie zu verfügen, können viele dennoch nicht alle gefälschten Domains erkennen, die ihre Marken imitieren. Diese blinden Flecken machen Unternehmen anfällig. Um sich wirklich vor diesen Angriffen zu schützen, benötigen Organisationen Strategien zur Domainüberwachung und -durchsetzung.

Proaktive Verteidigungsstrategien, um Angreifenden einen Schritt voraus zu bleiben

Da sich KI-gestützte Angriffe ständig weiterentwickeln, benötigen Unternehmen eine proaktive, mehrschichtige Strategie zum Schutz ihres geistigen Eigentums. Hier sind fünf Schritte, um der Bedrohung einen Schritt voraus zu sein:

1. Kontinuierliche Überwachung mit KI

Automatisierte Monitoring-Tools erkennen weltweit Markenmissbrauch, gefälschte Angebote, betrügerische Domains und Fake-Inhalte. Das Outsourcing dieser Aufgaben nimmt rasant zu: 56 % lagern die Überwachung bereits aus und planen, dies weiter auszubauen.

2. Entwicklung einer Domain-Strategie und mehr Sicherheit dank Enterprise-Class-Registrar

Enterprise-Class-Registrare bieten Durchsetzungsmechanismen, globale Überwachung und eine sichere Infrastruktur, mit der Registrare für Privatkunden nicht mithalten können. Wie Ihab Shraim, Chief Technology Officer bei CSC Digital Brand Services, erklärt: „Durchsetzung, Hosting-Sicherheit und die Reichweite des Monitorings sind wesentliche Vorteile.“

3. Zusammenarbeit zwischen Rechtsabteilung, IT, Marketing und Sicherheit

Besonders leistungsstarke Organisationen betreiben Teams für digitale Governance, in denen verschiedene Bereiche eng zusammenarbeiten. 86 % der Befragten geben an, dass sie mittlerweile teamübergreifend eng kooperieren – dieser Anteil muss weiter steigen, da die Bedrohungen durch KI zunehmen.

4. Schnelle Durchsetzung und Abschaltmechanismen

Von Maßnahmen im Rahmen der Uniform Domain-Name Dispute-Resolution Policy (UDRP) bis hin zu Durchsetzungsmaßnahmen auf Anbieterebene – Geschwindigkeit ist entscheidend. Mit unserer Domain-Enforcement-Technologie können Sie Bedrohungen schnell identifizieren und beseitigen.

5. Schulung der Mitarbeitenden zum Thema Betrug mittels KI

Da es mittlerweile sehr einfach ist, sich per Video oder Stimme als Führungskraft auszugeben, sollten Unternehmen ihre Mitarbeitenden darin schulen, Kommunikation stets über autorisierte Kanäle zu verifizieren.

KI gegen KI: das neue Wettrüsten, das die Online-Marken beeinflusst

Da sich die Deepfake-Technologie verbessert und Fälschende ihre Aktivitäten zunehmend automatisieren, entwickelt sich die Verteidigungslandschaft immer schneller weiter.

Unternehmen können Rechtsverletzungen nicht manuell erkennen. Sie müssen KI-gestützte Erkennungssysteme einsetzen, um verdächtige Domains, synthetische Bilder und manipulierte Inhalte in maschineller Geschwindigkeit zu identifizieren.

Dies führt zu einem neuen Wettrüsten, bei dem Angreifende und Verteidigende sich ständig anpassen, um einander einen Schritt voraus zu sein. Unternehmen müssen schnell handeln und die richtigen Technologien einsetzen.

Durch eine Partnerschaft mit CSC erhalten Sie Zugang zu umfangreichen Ressourcen. Wir bieten Monitoring-, Domain-Sicherheits- und Enforcement-Funktionen, die durch Technologie und menschliche Expertise gestützt werden. Diese können dazu beitragen, die Schutzlücke zu schließen, sodass Sie Bedrohungen schneller erkennen und beseitigen können, als KI sie skalieren kann.

Warum proaktives Monitoring in Echtzeit unerlässlich ist

KI hat die ökonomischen Rahmenbedingungen von IP-Verletzungen grundlegend verändert. Angriffe sind schneller, kostengünstiger und überzeugender als je zuvor. Die Erkennung ist mittlerweile ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem reaktive Strategien nicht mehr ausreichen.

Wie unser IP Frontiers Report zeigt, sind Unternehmen, die in proaktive, mehrschichtige Verteidigungsstrategien investieren, am besten aufgestellt, um diese IP-Risiken zu reduzieren. Und die Zusammenarbeit mit den richtigen Enterprise-Class-Anbietern kann dazu beitragen, Schutzmaßnahmen noch schneller umzusetzen.

Um besser zu verstehen, wie Rechts- und Sicherheitsteams sich auf die nächste Welle KI-getriebener IP-Bedrohungen vorbereiten, laden Sie den IP Frontiers Report 2025 von CSC herunter.