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Von vergessenen Subdomains zum Angriffsziel: Wie KI die Bedrohung durch veraltete DNS-Einträge verschärft

Ihr Unternehmen weiß vermutlich, wem ihre Domains gehören. Aber weiß es auch, worauf jede Subdomain verweist – und ob die dahinterliegende Ressource überhaupt noch existiert? Ein veralteter DNS-Eintrag (Domain Name System) entwickelt sich zunehmend zu einem Angriffsvektor, sofern Unternehmen nicht aktiv gegensteuern.

Was sind veraltete DNS-Einträge?

DNS-Einträge können länger bestehen bleiben als die Ressourcen, auf die sie verweisen. Verweist ein DNS-Eintrag weiterhin auf eine externe Ressource, die gelöscht, außer Betrieb genommen oder nicht mehr vom Unternehmen kontrolliert wird, entsteht ein sogenannter veralteter DNS-Eintrag. Dadurch können Dritte unter Umständen die aufgegebene Ressource übernehmen.

Dazu kann es beispielsweise kommen, wenn:

  • Cloud-Ressourcen gelöscht werden, ohne die zugehörigen DNS-Einträge zu entfernen
  • Websites für Marketingkampagnen eingestellt werden
  • SaaS-Plattformen durch andere Lösungen ersetzt werden
  • Entwicklungs- und Testumgebungen nicht mehr genutzt werden
  • nach Fusionen und Übernahmen alte Infrastrukturen bestehen bleiben
  • Agenturen oder andere externe Dienstleistende Subdomains einrichten
  • DNS und Cloud-Infrastruktur von unterschiedlichen Teams verwaltet werden

Kann eine dritte Partei die Ressource übernehmen, auf die ein veralteter DNS-Eintrag verweist, lassen sich darüber möglicherweise Inhalte unter einer vertrauenswürdigen Unternehmens-Subdomain bereitstellen. Die Folgen können gravierend sein: von Phishing und dem Abgreifen von Zugangsdaten über die Verbreitung von Schadsoftware und die Nachahmung der Unternehmensmarke bis hin zu erheblichen Reputationsschäden.

Wie verändert KI diesen Angriffsvektor?

Angreifende können heute KI mit automatisierter Aufklärung kombinieren, um veraltete DNS-Einträge aufzuspüren und gezielt diejenigen zu identifizieren, die sich für einen Angriff eignen. KI-gestützte Tools machen es deutlich einfacher und schneller, große Mengen an Domains zu analysieren und DNS-Daten mit Informationen über Cloud-Dienste abzugleichen.

Dafür müssen Angreifende nicht einmal in die Infrastruktur eines Unternehmens eindringen. Sie können Tausende von Subdomains analysieren und mithilfe von KI innerhalb kurzer Zeit anfällige Ziele identifizieren und angreifen. Für Markeninhabende kann daraus erheblicher Schaden entstehen.

Wer ist verantwortlich?

Für viele Unternehmen ist das eine Herausforderung, denn IT, Sicherheit und Marketing sind gleichermaßen gefordert. Hinzu kommt, dass Unternehmen häufig davor zurückschrecken, ältere DNS-Einträge zu entfernen. Schließlich besteht die Sorge, damit versehentlich ein noch aktiv genutztes System außer Betrieb zu setzen.

IT- und Sicherheitsteams sollten deshalb eng zusammenarbeiten, um veraltete Einträge systematisch zu identifizieren und zu entfernen. Gleichzeitig müssen die nötigen finanziellen und personellen Ressourcen bereitstehen, um das Problem dauerhaft zu überwachen.

Welche Lösungen gibt es?

Ein einmaliges DNS-Audit reicht heute nicht mehr aus. Denn DNS-Einträge werden laufend aktualisiert und ergänzt. In großen Unternehmen können sich diese Änderungen sogar auf Tausende von Einträgen summieren.

Deshalb ist eine kontinuierliche Überwachung der Subdomains erforderlich und Unternehmen müssen jederzeit nachvollziehen können, wie ihre DNS-Einträge aufgelöst werden. KI reduziert den Zeit- und Arbeitsaufwand für das Aufspüren vergessener digitaler Ressourcen drastisch. Umso wichtiger ist es, auch auf der Abwehrseite für kontinuierliche Transparenz zu sorgen. Unternehmen müssen sämtliche Subdomains erkennen, überwachen und absichern – bevor Angreifende genau die eine ungenutzte und vergessene Subdomain entdecken.

Erfahren Sie mehr über die Subdomain-Monitoring-Services von CSC und erhalten Sie einen besseren Einblick in Bedrohungen durch Subdomains – für eine bessere Sicherheitslage Ihres Unternehmens.