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Wie DNS-Sicherheit den ROI bei knappen Cybersicherheitsbudgets steigert: Einsparungen, Resilienz und Automatisierung

Sicherheitsbudgets steigen nicht immer im gleichen Tempo wie Cyberrisiken. Umso wichtiger ist es, Investitionen überzeugend zu begründen – gerade wenn es um die Sicherheit des Domain Name Systems (DNS) geht.

Unternehmen können ihre Position stärken, indem sie DNS-Sicherheitsmaßnahmen mit messbaren Geschäftsergebnissen verknüpfen, etwa mit einem geringeren Ausfallrisiko, effizienteren Abläufen, einer besseren Vorbereitung auf Sicherheitsvorfälle und einer klareren Modellierung finanzieller Risiken.

Weitere Einblicke finden Sie im CSC-Bericht Der ROI des DNS: Ausfallrisiko und geschäftliche Auswirkungen. Der Bericht basiert auf einer Umfrage unter Führungskräften aus dem Technologiebereich und behandelt Kostenvergleiche, die jährliche Verlusterwartung, Automatisierungspotenziale sowie die Rolle des DNS für die Geschäftskontinuität.

Verständnis des Budgetkontexts für Cybersicherheit und DNS

Unternehmen fordern von ihren Cybersicherheitsverantwortlichen zunehmend, mit Budgets, die nur langsam wachsen, mehr zu leisten. Im letztjährigen CISO Outlook gaben lediglich 7 % der befragten Führungskräfte aus dem Technologiebereich eine deutliche Budgeterhöhung von 2024 bis 2025 an, während 80 % von einer moderaten Erhöhung berichteten. Diese Diskrepanz deutet auf ein steigendes Risiko domainbasierter Bedrohungen und die Notwendigkeit grundlegender Sicherheitsmaßnahmen hin, die die Verfügbarkeit sichern, das Kundenvertrauen stärken und zur Geschäftskontinuität beitragen.

Bei der Budgetplanung für DNS sollte zunächst klar sein, welche Rolle das DNS im Unternehmen spielt und welche Geschäftsprozesse davon abhängen. Das DNS ist nicht einfach nur eine technische Backoffice-Funktion – es bestimmt auch, wie Kundschaft, Belegschaft und Partnerunternehmen mit Ihrer Marke interagieren, sei es über Websites, E-Mail oder Apps. In Zeiten knapperer Budgets geht es nicht darum, grundsätzlich mehr auszugeben. Vielmehr geht es darum, Sicherheitsinvestitionen dort zu tätigen, wo Risikominderung, Resilienz und geschäftlicher Mehrwert sichtbar gemacht werden können.

Die finanziellen Auswirkungen des DNS: Kosteneinsparungen und geschäftlicher Mehrwert

Eine aussagekräftige ROI-Argumentation für DNS beginnt damit, die Kosten greifbar zu machen. Nehmen wir beispielsweise an, es kostet ein Unternehmen jährlich etwa 160.000 US-Dollar, zwei Vollzeitkräfte mit der internen Verwaltung des DNS zu betrauen. In diesem Gesamtbetrag sind auch Kosten für Hardware, Software und Bandbreite enthalten. Im Vergleich dazu kostet ein externer DNS-Service möglicherweise 50.000 US-Dollar pro Jahr, was zu einer geschätzten Einsparung von 110.000 US-Dollar pro Jahr führt!

Unternehmen sollten Ausfallzeiten auf dieselbe praktische Weise bewerten. Eine DNS-Störung kann sich auf Transaktionen, Produktivität, die Reaktion auf Vorfälle, den Kundenzugang und vertragliche Verpflichtungen auswirken. Direkte Kosten – wie Notfall-Support, Behebung von Störungen, Rückerstattungen und Vertragsstrafen bei Verstößen gegen Service-Level-Agreements (SLA) – lassen sich leichter messen. Indirekte Kosten, darunter behördliche Überprüfungen, rechtliche Risiken, Auswirkungen auf die Cyberversicherung und die Markenreputation, sind möglicherweise schwieriger zu quantifizieren, sollten aber dennoch berücksichtigt werden.

Hier kann die Methode der jährlichen Verlusterwartung (Annualized Loss Expectancy, ALE) helfen. Durch Multiplikation des erwarteten Verlusts pro Einzelereignis mit der jährlichen Eintrittshäufigkeit können Unternehmen die jährliche Verlusterwartung schätzen. Damit lässt sich das Risiko zwar nicht exakt prognostizieren, DNS-Ausfallszenarien können jedoch in wirtschaftlich greifbare Größen übersetzt werden.

Betrieblicher Reifegrad und Automatisierung: Stärkung der Sicherheitsresilienz

DNS-Sicherheit trägt auch zu einem höheren betrieblichen Reifegrad bei. Unsere Untersuchung im Rahmen des CISO Outlook 2025 ergab, dass 50 % der Befragten angaben, Pläne zur Reaktion auf Vorfälle entwickelt und regelmäßig getestet zu haben, während 50 % berichteten, dass sie eine KI-basierte Überwachungs- und Durchsetzungslösung einsetzen. Diese Zahlen deuten auf einen umfassenderen Wandel hin: Sicherheitsteams legen den Schwerpunkt auf wiederholbare, skalierbare Ansätze, die die Transparenz und Reaktionsfähigkeit verbessern.

Automatisierung spielt bei diesem Wandel eine wichtige praktische Rolle. Der DNS- und Domain-Betrieb umfasst häufig Konfigurationsmanagement, Überwachung, Aktualisierung von Einträgen, Erkennung von Bedrohungen sowie Workflows zur Vorfallbearbeitung. Manuelle Prozesse lassen sich über große Domainportfolios, mehrere Geschäftseinheiten und komplexe Infrastrukturumgebungen hinweg immer schwerer steuern. Automatisierung kann repetitive Arbeiten reduzieren, für konsistente Abläufe sorgen und die Reaktionszeiten verkürzen, wenn Handlungsbedarf besteht.

Auch beim Management von Zertifikatslebenszyklen spielt Automatisierung eine Rolle. Da sich die Zertifikatslaufzeiten infolge der Änderungen des CA/Browser Forums bis 2029 verkürzen, müssen Unternehmen SSL- und TLS-Zertifikate möglicherweise häufiger erneuern. Der Bericht geht künftig von durchschnittlich acht Erneuerungen pro Jahr aus. Automatisierte Erneuerungsprozesse können verhindern, dass Zertifikate unbemerkt ablaufen und es dadurch zu Serviceunterbrechungen kommt. Aus Budgetsicht sprechen diese Vorteile sowohl für mehr Effizienz als auch für eine höhere Resilienz.

DNS-Sicherheit als Teil der übergeordneten Cybersicherheitsstrategie

DNS-Sicherheit sollte als Bestandteil einer übergeordneten Cybersicherheitsstrategie betrachtet werden und nicht als eigenständiges technisches Projekt. Es empfiehlt sich, jeden Business Case auf die jeweilige Zielgruppe zuzuschneiden: Führungskräfte konzentrieren sich in der Regel auf Geschäftskontinuität und Risikoexposition, Rechtsabteilungen auf Compliance und Haftungsrisiken, der Finanzbereich auf ROI und Kostenkontrolle und das Marketing auf Markenvertrauen und Phishing-Prävention.

Diese Einordnung ist wichtig, da DNS-Sicherheit weit über die Infrastrukturteams hinaus relevant ist. Wirksamere DNS-Sicherheitsmaßnahmen können dazu beitragen, Cyberrisiken zu reduzieren, die Reaktion auf Vorfälle zu verbessern, Marken zu schützen und die Geschäftskontinuität zu sichern. Sie können zudem andere Sicherheitsinitiativen ergänzen, darunter Überwachung, Governance und Reaktionsbereitschaft.

Fazit: Entwicklung einer belastbaren ROI-Argumentation

Eine belastbare ROI-Argumentation für DNS verknüpft Investitionen mit messbarem geschäftlichem Mehrwert. Kostenmodelle, die jährliche Verlusterwartung, die Automatisierung betrieblicher Abläufe und eine zielgruppenspezifische Kommunikation können Sicherheitsverantwortliche dabei unterstützen, Argumente zu finden, ohne auf alarmistische Formulierungen zurückgreifen zu müssen.

Unternehmen mit knappen Cybersicherheitsbudgets sollten DNS-Sicherheit aufgrund ihrer Bedeutung für Geschäftskontinuität, Effizienz und eine risikobasierte Priorisierung entsprechend berücksichtigen.

Weitere Beispiele dafür, wie sich interne Investitionsdiskussionen fundierter führen lassen, finden Sie im Bericht Der ROI des DNS: Ausfallrisiko und geschäftliche Auswirkungen.