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Die Welt der Produktfälschungen im Netz verstehen

Schützen Sie Ihr Unternehmen vor böswilligen Akteuren, die davon profitieren, Ihre Marke zu imitieren.


Was sind Online-Fälschungen?

Als Online-Fälschung bezeichnet man die unbefugte Herstellung, den Verkauf oder den Vertrieb von Waren, die echte Marken imitieren sollen. Diese Aktivitäten können auf digitalen Kanälen wie E-Commerce-Websites, sozialen Medien und Online-Marktplätzen stattfinden. Nachgeahmte Markenzeichen, Logos oder Designs werden oft eingesetzt, um Kunden und Kundinnen zu täuschen und ihnen weiszumachen, sie würden originale Artikel erwerben.

Laut der OWZEwird der globale Markt für gefälschte und raubkopierte Waren auf 464 Milliarden US-Dollar geschätzt, was 2,5 % des internationalen Handels entspricht. Um dies zu verdeutlichen: Der Gesamtwert des illegalen Handels mit gefälschten Produkten entsprach in etwa dem BIP entwickelter Volkswirtschaften.1

Beispiele für Online-Fälschungen

Beispiele für Online-Fälschungen sind:

  • Gefälschte Luxusgüter wie Handtaschen und Uhren auf Online-Marktplätzen

  • Raubkopien digitaler Produkte, wie Software oder Medien, die auf Websites Dritter verkauft werden

  • Gefälschte Komponenten und Materialien, die in die Produktentwicklung und Lieferketten eindringen

Diese Aktivitäten zur Markenimitierung verdeutlichen, wie Fälscher und Verkäufer das geistige Eigentum einer Marke über physische Produkte hinaus ausnutzen und damit größere Herausforderungen für den Markenschutz schaffen. Fälscher und Fälscherinnen replizieren Markenlogos ohne Erlaubnis und verändern offizielle Produktbilder, indem sie Hintergründe verzerren, spiegeln oder entfernen, um der Entdeckung zu entgehen und so die Verbraucher:innen in die Irre zu führen. Einige greifen auf irreführende Taktiken wie „kompatibel mit“-Behauptungen oder die unbefugte Verwendung offizieller Produktcodes zurück, wodurch Fälschungen echt erscheinen.

Neben der Produkttäuschung täuschen Fälscher und Fälscherinnen auch eine falsche Glaubwürdigkeit vor, um Verbraucher:innen zu manipulieren. Sie kaufen gefälschte Likes und Follower auf Social-Media- oder E-Commerce-Plattformen, um die Sichtbarkeit zu erhöhen und die Illusion von Vertrauenswürdigkeit zu schaffen. Betrügerische Bewertungen führen die Verbraucher und Verbraucherinnen weiter in die Irre, indem sie gefälschte Inserate als legitim erscheinen lassen. Diese irreführenden Praktiken machen es für Marken noch schwieriger, Fälschungen in großem Maßstab zu verfolgen und zu bekämpfen.

Wie Online-Fälschungen Ihre Marke gefährden

Als Markenmissbrauch werden eine Vielzahl von Aktivitäten bezeichnet, bei denen das geistige Eigentum einer Marke, darunter Produkte, Bilder, Logos, Inhalte und andere Markenwerte, in betrügerischer Absicht genutzt wird. Diese Aktivitäten wirken sich nicht nur auf den Umsatz aus, sondern untergraben auch das Vertrauen der Verbraucher und Verbraucherinnen. Dadurch wird die Marke verwässert.

Beispiele für digitale Fälschungstaktiken

Neben Fälschungen gibt es weitere Beispiele für Markenmissbrauch. Dazu zählen unter anderem:

  • Domain Squatting (Cybersquatting) – Registrieren von Domainnamen, die der offiziellen Domain einer Marke sehr ähnlich sind, um Kunden und Kundinnen in die Irre zu führen oder Zahlungen zu verlangen.

  • Markenverletzung – Verwendung von Markennamen, Logos, Slogans oder Produktdesigns ohne Genehmigung, einschließlich der Herstellung und des Verkaufs von gefälschten Waren.

  • Phishing – Einsatz von Social-Engineering-Taktiken, verstärkt durch die unrechtmäßige Verwendung von Markenelementen wie Logos in E-Mails, um Kunden und Kundinnen dazu zu verleiten, sensible Informationen preiszugeben, betrügerische Finanztransaktionen zu initiieren, betrügerische Websites zu besuchen und Malware und Ransomware herunterzuladen.

Auswirkungen von Online-Fälschungen auf Unternehmen

Fälschungen können sich erheblich negativ auf die betroffene Marke auswirken. Mögliche Folgen sind:

  • Risiken für die Verbrauchersicherheit. Betrügerische Waren wie gefälschte Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetika oder Elektronik können unsichere Inhaltsstoffe oder Komponenten enthalten. Diese Produkte können den Verbrauchern und Verbraucherinnen Schaden zufügen und zu Gesundheitsproblemen, Verletzungen oder Sachschäden führen – insbesondere in regulierten oder sicherheitskritischen Branchen.

  • Umsatzverlust. Wenn böswillige Akteure gefälschte Waren anbieten, dann unterbieten sie in der Regel den Preis der Originalprodukte. Fälscher und Fälscherinnen profitieren von den Investitionen, die Ihr Unternehmen in seine Markenbildung, sein Marketing und seine Produktentwicklung getätigt hat.

  • Verlust von Marken. Wenn nicht gegen eine Markenrechtsverletzung vorgegangen wird, kann dies dazu führen, dass der/die Inhaber:in seine/ihre Marke aufgrund eines als „Markenverwässerung“ oder „Verzicht durch Untätigkeit“ bekannten Konzepts verliert. Wenn mehrere Parteien eine Marke ohne Konsequenzen frei verwenden, verbinden Verbraucher:innen diese möglicherweise nicht mehr ausschließlich mit der ursprünglichen Marke. Markeninhaber:innen sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Marken zu schützen und zu verteidigen. Gerichte und Ämter für geistiges Eigentum können Untätigkeit nämlich so auslegen, dass kein Interesse mehr an der ausschließlichen Inhaberschaft der Marke besteht.

  • Rechtliche Verpflichtungen. Produkte, die unwissentlich mit gefälschten Teilen, beispielsweise elektronischen Bauteilen, hergestellt wurden, können Ausfälle verursachen und zu Verletzungen des Endverbrauchers und der Endverbraucherin sowie Schäden an der Umgebung führen. Dies kann für eine Marke zu Klagen, Geldstrafen und weiteren rechtlichen Schritten führen.

  • Schädigung der Marke. Gefälschte Waren sind in der Regel von geringerer Qualität und werden oft in markenloser oder schlecht verpackter Form geliefert. Verbraucher:innen erkennen möglicherweise nicht, dass sie eine Fälschung gekauft haben, wenn sie aufgrund schlechter Leistung oder Ästhetik schlechte Erfahrungen machen. Stattdessen beschuldigen sie die echte Marke, schädigen das Vertrauen und verbreiten negative Gefühle durch Mundpropaganda und Online-Bewertungen.

Für globale Unternehmen bedeutet Fälschung eine zusätzliche Komplexität, da sich ihre Lieferketten über mehrere Länder erstrecken und sie unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen durchlaufen müssen. Gefälschte Waren und nicht zugelassene Komponenten können in legitime Vertriebskanäle gelangen. Das macht ihre Erkennung und Entfernung noch schwieriger – insbesondere, wenn sich die Durchsetzungsprozesse von Region zu Region unterscheiden.

So schützen Sie Ihre Marke vor gefälschten Online-Produkten

Online-Fälschungen sind eine erhebliche Bedrohung für Unternehmen, da sie deren Umsatz, Ruf und das Vertrauen ihrer Kunden und Kundinnen beeinträchtigen. Daher ist ein umfassendes Markenschutzprogramm unerlässlich, das Überwachung, Analyse und Validierung sowie eine vollständige Palette von Durchsetzungsoptionen umfasst. Es ist auch wichtig, Kunden:innen auf offizielle Partner, Wiederverkäufer und andere Websites aufmerksam zu machen, auf denen sie Ihre Originalprodukte finden können und wie sie Fälschungen Ihrer Waren erkennen können.

Digitale Fälschungen überwachen und erkennen

Der erste Schritt zur Bekämpfung von Online-Fälschungen ist die Überwachung auf Missbrauch geistigen Eigentums. Mithilfe automatisierter Tools können Sie das Auftreten Ihres Markennamens, Ihrer Logos oder Markenzeichen in Online-Kanälen erkennen:

  • Websites

  • Online-Marktplätze

  • Social-Media-Kanäle und -Marktplätze

  • Mobile Apps

  • Bezahlte Suche

Gegen Online-Fälscher:innen vorgehen

Reagieren Sie schnell und angemessen, wenn Sie Fälschungsaktivitäten feststellen. Dies kann Unterlassungserklärungen oder Beschwerden bei Online-Plattformen umfassen, die die gefälschten Waren anbieten. Größere Online-Marktplätze verfügen in der Regel über Programme zur Fälschungsbekämpfung und haben oft eigene Verfahren zur Prüfung von Beschwerden.

Sofern verfügbar, können Sie auch mit einem Rechtsteam zusammenarbeiten, um Maßnahmen wie die Löschung von Domains zu ergreifen. Beispielsweise befassen sich Verfahren wie die Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy (UDRP) mit Verstößen gegen Domainnamenrechte oder leiten Löschungsverfahren bei E-Commerce-Plattformen und Marktplätzen ein.

Aufklärung der Kunden und Kundinnen über das Erkennen von Fälschungen

Informieren Sie Ihre Kunden:innen über die Risiken des Kaufs gefälschter Versionen Ihrer Produkte und zeigen Sie ihnen, wie sie die Echtheit Ihrer Produkte überprüfen können. Bereitstellung von Leitlinien, die zeigen, wo Kunden und Kundinnen authentische Waren erwerben können.

Einige Marken verwenden Sicherheitsfunktionen wie Hologramme, QR-Codes (Quick Response) und RFID-Tags (Radio Frequency Identification), um die Echtheit zu überprüfen. Diese Maßnahmen sind jedoch möglicherweise nur begrenzt wirksam gegen Online-Fälschungen. Bei Missbrauch können sie sogar dazu dienen, Verbraucher und Verbraucherinnen zu täuschen oder zu schädigen. Neben technologischen Markern können auch rechtliche Schutzmaßnahmen, wie beispielsweise Designrechte, die Durchsetzung unterstützen. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn Fälscher und Fälscherinnen das Aussehen oder die Verpackung von Markenprodukten nachahmen.

Warum Unternehmen Technologien zur Fälschungssicherung benötigen

Aufgrund des Umfangs und der Raffinesse von Online-Fälschungen ist es für Unternehmen unmöglich, Bedrohungen manuell zu verfolgen und zu mindern. Gefälschte Waren werden über mehrere E-Commerce-Plattformen verkauft und über gefälschte Social-Media-Konten, gefälschte Apps und betrügerische Websites beworben. Unternehmen laufen ohne automatisierte Markenüberwachung Gefahr, kritische Verstöße zu übersehen. Diese können ihrem Ruf schaden und das Vertrauen der Verbraucher und Verbraucherinnen untergraben.

Technologiegestützte Lösungen zur Fälschungserkennung ermöglichen die Überwachung verschiedener Bereiche, globaler Marktplätze, Websites und Social-Media-Kanäle und decken nicht autorisierte Verkäufer und gefälschte Angebote auf, bevor diese weitere Kunden und Kundinnen erreichen. Automatisierung ermöglicht zwar ein breites, kontinuierliches Scannen im gesamten Web, aber menschliche Kontrolle hilft dabei, die Bemühungen auf tatsächlich betrügerische Aktivitäten zu konzentrieren – wodurch Fehlalarme reduziert und die Reaktionsmaßnahmen effizienter gestaltet werden.

Sobald Fälschungen identifiziert wurden, können die Durchsetzungsmaßnahmen je nach Plattform bzw. Gerichtsbarkeit, in der die betrügerischen Aktivitäten festgestellt wurden, unterschiedlich ausfallen. Die Zusammenarbeit mit einem/r spezialisierten Markenschutzpartner:in hat für Unternehmen den Vorteil, dass sie ihre Reaktionszeiten verkürzen, ihren Verwaltungsaufwand reduzieren und ihre Bemühungen zum Schutz ihrer Marke optimieren können. Unternehmen, die mit der anhaltenden Bedrohung durch gefälschte Waren im Internet konfrontiert sind, benötigen einen proaktiven, technologiegestützten Ansatz, der von Expertenwissen geleitet wird.


1oecd.org/en/topics/counterfeit-and-pirated-goods.html#:~:text=The%20volume%20of%20global%20trade,or%202.5%25%20of%20world%20trade

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Unternehmen können Fälschungen identifizieren, indem sie Online-Marktplätze, soziale Medien und Websites auf nicht autorisierte Verkäufer überwachen. Markenschutz-Tools können dabei helfen, die Erkennung zu automatisieren, indem sie nach rechtsverletzenden Angeboten sowie verdächtigen Aktivitäten suchen.

Unternehmen adressieren Fälschungen, indem sie Unterlassungserklärungen versenden, Löschungsanträge bei Plattformen einreichen, rechtliche Schritte einleiten und mit Vollstreckungsbehörden zusammenarbeiten. Um die Auswirkungen auf die Marke und den Umsatz zu minimieren, sind proaktive Überwachung und rasche Durchsetzung entscheidend.

Gefälschte Waren werden häufig auf E-Commerce-Marktplätzen, Websites von Drittanbietern, Social-Media-Plattformen und illegalen Online-Shops verkauft. Betrüger:innen registrieren auch Domainnamen, die legitime Marken nachahmen, um die Verbraucher:innen zu täuschen, weshalb Domainüberwachung für die Durchsetzung unerlässlich ist.

Unternehmen können Fälschungen bekämpfen, indem sie ihre Marken registrieren lassen, ihre Online-Vertriebskanäle überwachen, Markenschutzdienste nutzen, ihre Verbraucher:innen aufklären und mit Plattformen sowie Behörden zusammenarbeiten, um rechtsverletzende Inserate entfernen zu lassen.

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